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Stromanbieter RWE bekommt Preis für zweifelhafte Lobbyarbeit
Stromanbieter RWE bekommt Preis für zweifelhafte Lobbyarbeit02.12.2010, 13:48 Uhr
Auf diesen Preis hätte der Energiekonzern sicher gerne verzichtet. Eine Gruppe von Nicht-Regierungsorganisationen hat RWE für unlautere Lobbyarbeit ausgezeichnetPreis tadelt Lobbyarbeit gegen den KlimaschutzUnter dem Namen Worst EU Lobbying Awards wird der Stromanbieter mit dem Preis für die europaweit fragwürdigste Lobbyarbeit in der Kategorie Klimapolitik ausgezeichnet. Damit wollen die Initiatoren des Preises Firmen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, die nach Meinung des Preiskomitees den Interessen der Allgemeinheit zuwiderhandeln. Unter den Initiatoren finden sich Organisationen wie LobbyControl, Attac, Oxfam, Climate Action Network und andere einschlägig bekannte Lobbygegner. Über die Vergabe des Preises haben 10.000 Bürger entschieden, die sechs Wochen lang online ihre Stimme abgeben konnten.
Stromanbieter RWE gibt sich grünes Image
Ein Sprecher von Oxfam Deutschland kritisierte an RWE besonders, dass der Stromanbieter sich öffentlich ein grünes Image gebe, aber im Hintergrund alle Möglichkeiten nutze, um alte und schmutzige Kraftwerke ohne Auflagen betreiben zu dürfen. Dies schade der Umwelt und den Verbrauchern gleichermaßen. Der Stromanbieter hat sich bislang noch nicht über den Preis geäußert. Statt dessen berichtet der Konzern heute auf seiner Webseite über den Baubeginn des größten Biomasseheizkraftwerks, das die britische Tochter von RWE in Schottland errichtet.
